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Autogaszentrum Alb-Donau
KFZ-Zimmermann
Justinger Weg 25
72535 Heroldstatt-Sontheim
Tel.:07389-201420
Email
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Technik von Flüssiggasfahrzeugen
Autogasumbau bei einem
Seat Leon
Mit
Autogas betriebene KFZ werden entweder mit
Benzin gestartet und danach je nach eingebauter
Anlage per Schalter oder automatisch auf
Gasbetrieb umgestellt, um eventuelle
Warmlaufprobleme
zu umgehen, oder sie starten direkt mit Autogas.
Es wird zwischen Venturi-Anlagen, sequenziellen
Anlagen und LPI-Anlagen unterschieden.

Die
ersten beiden Anlagentypen haben gemeinsam, dass
das im Tank unter Druck befindliche flüssige
Gas dem Motor über einen Verdampfer und
Druckregler gasförmig zugeführt wird. Da das Gas
beim
Verdampfen ähnlich wie Kältespray stark abkühlt,
wird der Verdampfer mit Kühlwasser beheizt. Aus
diesem Grund schalten die meisten Autogasanlagen
erst ab ca. 30 °C Kühlwassertemperatur auf Gas,
um ein Vereisen der Verdampfer bei niedrigen
Außentemperaturen zu verhindern.
Seit
1995 werden auch LPI-Anlagen angeboten. Diese
Systeme fördern mittels einer Kraftstoffpumpe
flüssiges Gas unter Druck in einer Ringleitung,
von wo es durch Dosierventile in flüssiger Form
in den Ansaugtrakt gespritzt wird. Durch die für
die Verdunstung aufgenommene Wärme kommt es zu
einem
Kühleffekt der Ansaugluft, abhängig vom
Gasdurchsatz verringert sich die
Ansaugtemperatur um 5 bis
maximal 15 Kelvin. Dadurch kommt es zu einer
geringfügigen Leistungssteigerung (siehe
Turbomotor/Ladeluftkühler)
respektive zu einem geringeren Leistungsverlust
bezogen auf Verdampferanlagen. Zur Verbrennung
wird Kraftstoff und der in der Luft enthaltene
Sauerstoff
benötigt. Kalte Luft enthält je Volumen mehr
Sauerstoff als warme. Bei einem klassischen
Benzinmotor
wird der Kraftstoff als
Aerosol
eingespritzt, welcher faktisch kein Volumen
benötigt. Gasförmige
Kraftstoffe verdrängen Luft und senken so die
Sauerstoffmenge im Zylinder. Bei LPG werden
theoretisch 3 % der Luft verdrängt, bei Erdgas
bis zu 10 %.
Die
Autogasverbrennung erfolgt bei geringeren
Schadstoffemissionen und erhöhter Laufruhe.
Diese
Effekte sind u.a. auf die hohe
Klopffestigkeit
von 105 bis 115
Oktan
zurückzuführen sowie auf die
homogene Gemischbildung. Gase sind im Gegensatz
zu Aerosolen sehr schnell und sehr gleichmäßig
mit der Verbrennungsluft mischbar. Durch die
Vermeidung lokaler Luftmängel bzw. -überschüsse
wird die Bildung von unerwünschten
Verbrennungsnebenprodukten wie Kohlenmonoxid,
teil-/unverbrannten Kohlenwasserstoffen oder
Stickoxiden unterdrückt.
Zum
Thema Sicherheit schreibt der
ADAC:
„Es gibt keine Hinweise aus der Praxis, dass bei
diesen
Fahrzeugen ein erhöhtes Sicherheitsrisiko
besteht, auch nicht aus jenen Ländern, wo
relativ viele
Autogasautos zugelassen sind.
Crash-
und Brandtests zeigen, dass Autogasautos nicht
gefährlicher
sind als vergleichbare Benzinfahrzeuge.“
Autogastanks und deren Rohrverbindungen sind mit
unterschiedlichen Sicherungssystemen
ausgestattet: So ist der Füllleitungsanschluss
mit einem
Rückschlagventil
versehen, das bei einem Rohrabriss das Austreten
von Gas verhindert. Die
Beförderungsleitung in den Motorraum ist direkt
bei der Tankentnahme mit einem Magnetventil
gesichert, das bei Stromverlust sofort schließt.
Bei einem zu hohen Druckverlust schaltet das
Gassteuergerät sofort auf 0
Volt,
wodurch das Ventil geschlossen wird. Sollte bei
einem Unfall
die Fahrzeugstromversorgung nicht mehr
funktionieren, dann ist das beschriebene
Magnetventil
aufgrund des Stromverlusts auf jeden Fall
geschlossen.
Im
Falle eines Brands sind die meisten Tanks bis zu
einem Überdruck von 30-35 bar geprüft
(Abpressdruck ca. 60-90 bar). Je nach Tankart
(1-Loch/4-Loch) ist entweder ein separates
Überdruckventil oder ein in das Multiventil
integriertes Überdruckventil verbaut. Dieses
öffnet
bei einem Druck von ca. 25-28 bar, wodurch
sichergestellt ist, dass das Gas im Brandfall
kontrolliert abgelassen wird und der Tank nicht
bersten kann.
Venturi-Technik
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Motor eines KIA Pride mit
Venturi-Technik-Autogasanlage |
Überdruckventil am Ansaugstutzen |
Überdruckventil am Luftfilterkasten |
Schalter (links) zum manuellen Umschalten von
Benzin auf Gas und umgekehrt
Die
Venturi-Technik ist die älteste und
preiswerteste Lösung. Hierbei wird eine
Venturi-Düse
vor
die Drosselklappe in den Ansaugkanal montiert,
die der Ansaugluft selbsttätig Gas beimischt,
das
aus einem unterdruckgesteuerten Verdampfer
angefordert wird. Das Arbeitsprinzip ist einem
Vergaser ähnlich. Diese Technik funktioniert
grundsätzlich auch ohne jegliche Regelung,
lediglich
der Verdampfer wird auf ein bestimmtes
Kraftstoff-Luft-Gemisch eingestellt. Aktuelle
geregelte
Venturi-Anlagen verfügen dennoch über ein
Steuergerät, das u. a. die vorhandene
Lambdasonde
auswertet und das Gemisch durch Feinregelung der
Gasmenge optimiert. Durch die prinzipbedingte
Verengung des Ansaugquerschnitts ist bei
Venturi-Anlagen mit leichtem Leistungsverlust
und
Mehrverbrauch zu rechnen. Zudem kann es bei
dieser Technik zu einer Rückverbrennung im
Ansaugtrakt kommen. Dieses als Backfire bekannte
Phänomen kann auftreten, wenn durch Fehler
der Zündanlage oder Fehlbedienung (Beschleunigen
mit Vollgas aus dem Stand) das bei dieser
Technik ständig im Ansaugtrakt befindliche Gas
entzündet wird. In den Ansaugstutzen und/oder
in den Luftfilterkasten eingebaute
Überdruckventile, die sich im Falle der
Explosion öffnen und
den Druck entweichen lassen, können Schäden
durch Backfire verhindern. Die (geregelte)
Venturitechnik ist bis zur
Abgasnorm
Euro 2 (bzw. z. T. auch D3) ohne Verlust einer
Steuerklasse
geeignet.
Teilsequenzielle Anlagen
Verdampfer, Gasmengenregler und
Gasmengenverteiler einer teilsequenziellen
LPG-Anlage in einem
Audi 100 2.3 E
Teilsequenzielle Anlagen verwenden ein
elektronisch gesteuertes Dosierventil, welches
das Gas
mittels eines sternförmigen Gasverteilers in die
Ansaugstutzen der Zylinder einbläst. Eine
Querschnittsverengung im Ansaugtrakt und damit
ein Leistungsverlust findet nicht statt. Ebenso
ist die Backfire-Gefahr geringer, da das Gas
unmittelbar vor den Einlass-Ventilen zugeführt
wird
und sich daher kein maßgebliches zündfähiges
Gemisch im Ansaugtrakt befindet. Diese Anlagen
verfügen häufig über einen eigenen
programmierbaren Kennfeldgeber für den
Gasbetrieb, der lediglich
das Signal der Lambdasonde, die Drehzahl (z.B.
Nockenwellensensor) und die
Drosselklappenstellung
vom Fahrzeug abgreift. Daher lassen sich auch
ältere Fahrzeuge bis zur Schadstoffnorm Euro 3
mit
diesem System ausstatten. Allerdings werden die
teilsequenziellen Anlage inzwischen recht selten
angeboten. Diese sind gegenüber einer Venturi
erheblich teurer in der Anschaffung und durch
das zu programmierende Kennfeld aufwändiger
einzustellen. Daher übersteigt der Preis häufig
den Restwert
des umzurüstenden Fahrzeugs.
Vollsequenzielle Anlagen
Quelle : 1.
Wikipedia
Quelle: 2.
Wikipedia
Quelle: 3.
Wikipedia
Betankung
Anschluss ans weltweite Gasnetz
Tanken
dauert unmerklich länger als bei Benzin.
Angegeben wird die getankte Autogasmenge, wie
bei Benzin, in Litern und an der Zapfsäule
abgelesen. Um dem Gas, z. B. im Sommer,
ausreichend Volumen
zur Ausdehnung zu geben, beträgt der Inhalt des
Autogas-Tanks nur etwa 80 % des Volumens.
Betankt wird über ein geschlossenes System, aus
dem kein Gas entweichen kann. Damit sich kein
unzulässiger Druck im Tank aufbauen kann, ist
ein automatischer Füllstopp eingebaut, der dies
verhindert.
Ein
einheitlicher europäischer Anschluss namens
„Euronozzle“ ist für die Zukunft geplant. Jedoch
erscheint es allerdings heute durchaus noch
ratsam, bei Fahrten ins Ausland entsprechende
Adapter
mit sich zu führen, da weltweit drei
verschiedene Anschluss-Systeme verbreitet sind.
Alle Tankadapter
für In- und Ausland erhalten Sie in unserem
All-inklusive Service-Paket!
•
ACME-Anschluss: Belgien, Deutschland,
Irland, Luxemburg, USA, Kanada, Australien,
teilweise: Österreich und Schweiz
•
Bajonett-Anschluss: Großbritannien,
Niederlande, Spanien, Norwegen
•
Dish-Anschluss: Frankreich, Deutschland,
Griechenland, Italien, (teilweise: Österreich
und Schweiz), Polen, Portugal, Tschechien,
Ungarn, …
Systeme
Tanks
Ob Zylinder oder Ring– Hauptsache Gas!
Bei LPG Tanks ist eine Vielzahl von Tankformen
mit einem Betriebsdruck von nur 8 bis 12 bar
möglich. Ringtanks mit einem Fassungsvermögen
von bis zu 70 Litern werden in der
Reserveradmulde
montiert – ohne jeglichen Kofferraumverlust.
Zylindertanks werden sogar mit bis zu 200 Litern
angeboten – jedoch müssen sie im Kofferraum
platziert werden.
Ein Autogas-Tank besteht aus etwa 3,5 mm starkem
Stahl und hält selbst einem wuchtigen
Aufprall stand. Für den Fall, dass eine
Gasleitung vom Tank getrennt werden sollte,
schließen
elektromagnetische Ventile den Tank sofort
sicher und zuverlässig ab – so kann kein
Flüssiggas
ausströmen.
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